Podcast von Judith Sevinç Basad

Kritik an Boris Palmer nach transfeindlichen Aussagen

16. März 2026 jano
Bild: picture alliance / Pressefoto Ulmer | Markus Ulmer

Trans Frauen seien keine Frauen: Kritik an Boris Palmer nach queer- und transfeindlichen Aussagen im Podcast der umstrittenen Journalistin Judith Sevinç Basad

In einem Ende vergangener Woche veröffentlichten Folge des Video-Podcasts „Triggerwarnung“ der umstrittenen Journalistin Judith Sevinç Basad fiel der Tübinger Oberbürgermeister und parteilose Ex-Grüne Boris Palmer erneut durch queerkritische und transfeinliche Aussagen auf und erntete entsprechende Kritik in sozialen Medien.

So antwortete Palmer beispielsweise auf die Frage Basads (die ebenfalls wegen queer- und „woke”-feindlicher Positionen sowie für ihre Arbeit für rechtspopulistische Medien wie Nius in der Kritik steht) ob trans Frauen Frauen seien mit: „Nein, das ist nicht so. Trans Frauen sind Menschen, die als Mann geboren wurden und dann auf welchem Weg auch immer entschieden haben, die Rolle einer Frau zu leben.“

Auf das Selbstbestimmungsgesetz angesprochen antwortete Palmer mit „Das geht zu weit“ und sprach davon, dass es die Rechte von cis Frauen einschränken würde. Etwa im Frauensport, weil durch das Gesetz angeblich „Männer dort einbrechen können und sagen: Ich gehöre dazu.“

Theorien des Queer-Aktivismus bezeichnete Palmer außerdem als „schädlich“ – auch, wenn er grundsätzlich den Begriff queer nicht ablehnen würde – und sprach von „massiven Übertreibungen“. Auf die Frage von Basad, selber vom schädlichen Charakter der Queer-Theory überzeugt, ob Palmer das „alles nicht so schlimm fände“, antwortete er: „Ich sehe das alles als Problem an. Aber ich glaube, wenn man sich selber so reinsteigert und dem unangemessene Bedeutung zumisst, dann selber ideologisch zum Kreuzritter gegen die Kreuzritter wird, dass man dann nicht erwarten kann, dass mehr dabei raus kommt als Blutvergießen.“

Schon in der Vergangenheit war Palmer durch problematische Aussagen über queere Aktivist*innen und transfeindliche Aussagen aufgefallen. Nach den Landtangswahlen in Baden-Württemberg am 8. März hatte es hatte es Spekulationen darüber gegeben, dass Palmer Minister in der künftigen Landesregierung werden könnte. Nun erklärte Palmer allerdings gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, Oberbürgermeister in Tübingen bleiben zu wollen. Das habe er dem Grünen-Politiker Cem Özdemir bereits mitgeteilt.

#Boris Palmer#Kritik#Podcast#Transmisogynie#transfeindlich

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