Kampagne des LSVD

50.000 Unterschriften gegen Diskriminierung lesbischer Eltern

21. Apr. 2020
Bild: Mia Brucheisen

Ein Ende der Diskriminierung, wie sie das deutsche Abstammungsrecht immer noch für Zwei-Mütter-Familien bereithält: Dies fordert eine aktuelle Kampagne des LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) und der LGBT*-Online-Plattform All Out. In eine Unterschriftenliste haben sich bereits rund 50.600 Menschen eingetragen (Stand: 21. April). Die Liste soll dann am 10 Mai, dem „Muttertag“, an Justizministerin Christine Lambrecht übergeben werden.

„Seit fast 20 Jahren gibt es in Deutschland die eingetragene Lebenspartnerschaft. Und die ,Ehe für alle' wurde vor über zwei Jahren eingeführt. Doch gleiche Rechte genießen Regenbogenfamilien noch immer nicht,“ heißt es in der Begründung zur Kampagne.

Anders als bei verheirateten Hetero-Paaren, bei denen der Ehemann automatisch als zweites rechtliches Elternteil anerkannt wird – unabhängig davon, ob es sich bei ihm um den biologischen Vater handelt oder nicht –, ist die Eintragung von zwei Müttern in eine Geburtsurkunde in Deutschland nicht möglich. Das heißt: auch bei verheirateten lesbischen Paaren muss die Mutter, die das Kind nicht geboren hat, dieses erst in einem langwierigen Prozess adoptieren und gegenüber den Ämtern ihre Eignung als Mutter“ nachweisen.

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Aus dem Video zur Kampagne: Carrie und Malou

Bereits am letzten Samstag veröffentlichte die Kampagne das Video eines lesbischen Paares aus Berlin, das von seinen Erfahrungen berichtet. „Ich fürchte mich vor diesem Moment, wenn mein Kind auf die Welt kommt, und (…) ich weiß, um dich vom Kindergarten abzuholen, brauch ich noch ne Vollmacht. (...) Ich will die Verantwortung übernehmen, aber man lässt mich nicht“, beklagt sich Carrie und ihre Frau Malou ergänzt: „Für das Kind ist es einfach nur gemein, nicht von Anfang an zwei Elternteile zu haben, die beide unbedingt Elternteil sein möchten."

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