Berliner Kulturinstitutionen stellen Regenbogenbänke auf
Aus Protest gegen den wiederholten Vandalismus an der Regenbogenbank im Tiergarten stellen Berliner Kulturinstitutionen auf Initiative des Berliner Ensembles eigene Regenbogenbänke auf. Morgen macht das BE den Anfang
Mehrere Berliner Kulturinstitutionen stellen eine Regenbogenbank als Geste der Solidarität mit der queeren Community auf. Das teilte das Berliner Ensemble, auf das die Initiative zurückgeht, in einer Pressemitteilung mit. Weitere Spielstätten sind das Deutsche Theater, der Friedrichstadt-Palast, das HAU Hebbel am Ufer, die Komödie am Kurfürstendamm, das Maxim Gorki Theater, die Staatsoper Unter den Linden und die Sophiensæle.
Die Initiative ist eine Reaktion auf den wiederholten Vandalismus an der Regenbogenbank, die in Erinnerung an die Opfer des terroristischen Anschlags auf den CSD im Tiergarten errichtet wurde. Inspiration waren die Aktivist*innen Barbie Breakout und Simon Dömer, die vorschlugen, für jede zerstörte Regenbogenbank eine zusätzliche im Tiergarten aufzustellen. Nun sollen berlinweit an Kulturorten neue Regenbogenbänke errichtet werden. Die genannten Spielstätten werden in den nächsten Wochen Regenbogenbänke in ihren Häusern aufstellen oder in Regenbogenfarben anstreichen.
Dazu schreibt Intendant Oliver Reese: „Die Kultureinrichtungen Berlins stehen für eine diverse und bunte Stadtgesellschaft und sind Orte des friedlichen Miteinanders und des Austauschs. Wir verurteilen diese Angriffe auf die friedliche Zivilgesellschaft und wollen ein Zeichen setzen gegen die wiederholte Zerstörung dieses Gedenkorts und gegen Queerfeindlichkeit. Wir rufen weitere Institutionen, Firmen und Privatpersonen auf, ihre Möglichkeiten zu nutzen und auf ihrem Gelände Regenbogenbänke in ganz Berlin aufzustellen!“
Die Aufstellung der Regenbogenbank am Berliner Ensemble findet morgen, 27.10. um 11:00 Uhr im Helene-Weigel-Hof am Berliner Ensemble statt.
#Berliner Ensemble#Regenbogenbank