Studie

LGBTI* im Job: Ein Drittel outet sich nicht

2. Sept. 2020
Bild: Ivan Kuleshov

Diskriminierung am Arbeitsplatz ist für viele LGBTI* immer noch ein großes Problem: das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW Berlin) und der Universität Bielefeld.

30 Prozent der Befragten berichteten, aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität mit Benachteiligungen im Arbeitsleben konfrontiert zu sein. Unter den trans* Personen waren es sogar mehr als 40 Prozent. Fast ein Drittel aller befragter LGBTI* gab zudem an, am eigenen Arbeitsplatz nicht geoutet zu sein. Insgesamt waren lediglich 69 Prozent der Befragten vor Kolleg*innen, und nur 60 Prozent vor Vorgesetzten geoutet.

Während sich der Erwerbsstatus von LGBTI* weitestgehend mit dem der restlichen Bevölkerung deckt, sind laut der Studie deutliche Unterschiede bei der Qualifikation und den Branchen zu sehen, in denen LGBTI* arbeiten. Der Anteil der LGBTI*-Personen mit einer (Fach-)Hochschulreife lag mit 60 Prozent deutlich über dem der restlichen Bevölkerung gleichen Alters (42 Prozent). Im produzierenden Gewerbe und in der Forst- und Landwirtschaft sind LGBTI* unterrepräsentiert, häufiger vertreten sind sie dagegen im Gesundheits- und Sozialwesen. In diesen Branchen waren die Befragten auch vergleichsweise öfter geoutet.