Corona-Krise

Barbie Deinhoff's schließt

21. Apr. 2021 jano/as

Viele Szeneorte in Berlin sind durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Erste Vorboten für eine mögliche Schließungswelle zeichnen sich bereits ab: Nach der Greifbar im Prenzlauer Berg hat jetzt auch das Barbie Deinhoff‘s endgültig dichtgemacht

Das Barbie Deinhoff‘s hat die Corona-Krise nicht überlebt. Mitte April ließ die queere Kultbar in der Schlesischen Straße über Facebook verlauten, dass sie nach dem Lockdown nicht mehr öffnen wird. Die finanziellen Herausforderungen durch die pandemiebedingte Schließung und zwei Einbrüche in die geschlossene Bar hätten das Fass zum Überlaufen gebracht.

Betreiberin Vic, die den Laden 2009 von Künstlerin Lena Braun übernommen hatte, sagt gegenüber SIEGESSÄULE: „Das Barbie ist nun geschlossen, alle Dinge haben irgendwann ein Ende. Ich hätte mir natürlich gewünscht, die Bar auf eine andere Art und Weise zu schließen, als einfach nur zuzusperren und mich zu verabschieden, aber Corona machte es einfach unmöglich, auf eine angemessene Art Lebewohl zu sagen.“

Auch die Greifbar am Prenzlauer Berg hat es nicht geschafft: Anfang März verkündete Betreiber Karsten Brodak auf der Website der Bar: „Nach zweimal Lockdown mit Berufsverbot für die Gastronomie habe ich mich entschlossen, die Greifbar nicht mehr zu öffnen und etwas anderes zu machen.“ Mit der Greifbar schloss eine der ältesten und wenigen verbliebenen schwulen Cruisingbars im Berliner Osten.

Bild: rob

Forderungen der „Bars of Berlin“

Auch andere (queere) Kneipen sind weiterhin existenziell bedroht. Im März hatte der Verband „Bars of Berlin“ mit einer Aktion auf die verzweifelte Lage vieler Barbetreiber*innen aufmerksam gemacht und Forderungen an die Stadt gestellt.
Darunter die volle Übernahme der Fixkosten bei anhaltender Schließung, ein „fairer Unternehmerlohn“ als Entschädigung für die Schließzeiten seit März 2020 und eine schnelle Auszahlung der versprochenen Hilfen. Denn, so der Verband: „Im Mai oder Juni, wenn man eventuell schon pleite ist, erst das Geld für Januar zu erhalten, ist eine Farce!“

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