Daniel F. wurde für die Überfälle auf schwule Männer zu fünf Jahren Haft verurteilt
Das Landgericht Berlin hat entschieden: Daniel F., der über die Dating-App Grindr gezielt schwule Männer zu Treffen gelockt hat, um sie anschließend auszurauben, wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt
Das Landgericht Berlin hat am Mittwoch, dem 17. Juni 2026 den 20-jährigen Daniel F. zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren verurteilt. Die Strafkammer unter Vorsitz des Richters Frank Klamandt sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im November und Dezember des letzten Jahres mehrere schwere räuberische Erpressungen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in Berlin begangen hat.
Laut Urteilsbegründung traf sich der Verurteilte im Zeitraum von sechs Wochen von November bis Dezember mit sieben Opfern, um diese zu überfallen. Dabei nutzte er die Social-Media-App Grindr, um sich mit den Opfern zu verabreden. Am Treffpunkt nahm er den Opfern Bargeld, Handys und andere Wertgegenstände ab. Anschließend überwies er mit den Handys der Opfer Geld auf das Paypal-Konto seines Vaters (SIEGESSÄULE berichtete).
Zusätzlich bewertete das Gericht auch das herabwürdigende Verhalten des Verurteilten gegenüber der Opfer, wie z.B das genötigte Kauen eines Vogelskeletts oder die Aufnahme eines Videos in dem sich das Opfer selbst als „Schwanzlutscher" bezeichnen musste. Die Opfer leiden seitdem unter psychischen Folgeschäden und Angstzuständen.
Das Gericht folgte mit seinem Urteil im Wesentlichen der Forderung der Staatsanwaltschaft, die fünf Jahre und drei Monate beantragt hatte. Die Verteidigung hatte hingegen auf eine Bewährungsstrafe von zweieinhalb Jahren plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat bereits angekündigt, Revision einzulegen.
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